Nepal

Nepal liegt in Südostasien zwischen Tibet im Norden und Indien im Süden. Es zählt zu den ärmsten Ländern der Erde, mit einem monatlichen Bruttonationaleinkommen pro Kopf von weniger als 60 US-Dollar. Fast ein fünftel der Bevölkerung leidet an Unternährung.
Nepal wurde im April 2015 von einem schweren Erdbeeben heingesucht, welches das Land und die Bevölkerung stark schädigte.

Im Norden und im Osten liegt ein großer Teil des Himalaya-Gebirges, unter anderem der Mount Everest, dessen Gipfel mit 8848 Metern den höchsten Punkt der Erde darstellt, und sieben weitere der zehn höchsten Berge der Erde. Der tiefste Punkt dagegen liegt auf 70 Meter bei Kencha Kalan im Süden Nepals. Trotzdem ist Nepal nach Tibet das durchschnittlich höchstgelegene Land der Welt, über 40 % des Landes liegen über 3000 Meter. Der Himalaya ist erdgeschichtlich mit etwa 45 Millionen Jahren ein relativ junges Gebirge.Mehrere Flüsse, die alle schließlich in den Ganges münden, haben tiefe Schluchten durch die Berge gegraben, der Kali Gandaki ist mit etwa 6000 Metern – gemessen an den sich dort gegenüberstehenden Achttausendern Dhaulagiri (8167 m) und Annapurna (8091 m) – die tiefste Schlucht der Erde.

Nepal ist ethnisch und kulturell ein Minoritätenmosaik. Bei einer Volkszählung im Jahre 2001 wurden über 100 verschiedene ethnische Gruppen und Kasten sowie 124 verschiedene Sprachen und Dialekte gezählt (von denen die meisten vom Aussterben bedroht sind).

Etwa 80 % der Bevölkerung sind Angehörige des Hinduismus. Weiterhin sind 9 % der Bevölkerung als Buddhisten ausgewiesen (insbesondere in Mustang). Das an der Grenze zu Indien gelegene Lumbini gilt der Überlieferung nach als Geburtsort Buddhas.

Außerdem gibt es signifikante Minderheiten von Muslimen (etwa 4 %) sowie kleineren animistischen Glaubensrichtungen. Der Anteil der Christen in Nepal liegt bei 1,4 %. Es gibt etliche christliche Schulen, vor allem im Kathmandutal, die aufgrund ihrer Qualität auch von anderen Religionsanhängern besucht werden.